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Pater Ottmar Hiller, sac

Einzelausstellung  
"Maskerade" 


4. November 2018 - 3. März 2019



Artikel BNN Pater Hiller

BNN 06.11.2018 - Text und Foto: Kurt Klumpp


 


Maskerade
- Pater Ottmar Hiller 

Vorbemerkung:
In jedem Jahr sind schon immer zwei Termine in meinem Kalender festgelegt: Weihnachten und Fastnacht.

Oft ist unser gegenseitiges Verhalten bei einer Begegnung von Sympathie oder Antipathie bestimmt und dabei zugleich aufschlussreich. Dabei verraten die Gesichtszüge unsere augenblickliche Verfassung. Wir begegnen einander, oft versteckt hinter einer Maske oder mit offenen Augen: Freude, Spott, Trauer, Zorn, Nervosität, Stolz, Triumpf, strahlend vor Glück. Oder soll eine starre Geste das Innerste verdecken? Selbst den Politikern soll dies beim Interview schwerlich gelingen.

Aber warum sollen wir unsere Sinnesorgane, Augen, Ohren, Tastsinn und Geruchsorgane verkommen lassen? Diese Qualitäten helfen uns doch, die bunte Umwelt zu durchschauen und zu erfassen. Dabei nehmen wir vieles wahr. „Es klingt wie …, es riecht wie…, sieht aus wie … Und meist gewichten wir dieses oder jenes Wort, dieses oder jenes Ereignis. Dabei meine ich, auch Banales ist beachtenswert – oder aufbewahrenswert, oder auch wert es zu vergessen, sei es aus der Märchenwelt, aus einer Festtagsgesellschaft, in der Stille einer Kirche oder aus den Klängen eines Konzerts zu erfahren. So erobern wir unsere Umwelt.

Auch diese Zeichnungen hatten ihre Fundstelle im alltäglichen Leben. Zunächst banal, kaum zu sehen, dann nur mehr oder weniger beachtenswert. Nicht konkurrierend mit einer Goldgrube. Nur wert, innerhalb von zwei oder drei Stunden an die Öffentlichkeit geholt zu werden. Ob dann weiterhin beachtens- oder gar schätzenswert, wird sich zeigen.

Der belgische Künstler René Magritte, ein großartiger Vertreter des Surrealismus. Sein Grundsatz: „La trahison des images“ („Die Täuschung (oder Betrug) der Bilder“): z.B. Bekannt durch „Ceci n`est  pas une pipe“ („Das ist keine Pfeife“).
Von ihm wird erzählt: Er habe dann und wann Menschen seiner Umgebung aufgefordert, seinem Bild Titel zu geben.
Hier, in dieser Ausstellung, sind Bilder namen- und titellos. Sollte Ihnen beim Betrachten dem einen oder anderen Bild ein Titel oder Namen einfallen, es würde mich freuen, wenn Sie es mir auf diesem Blatt mitteilen würden.

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Maskerade

Vorbemerkung:
In jedem Jahr sind schon immer zwei Termine in meinem Kalender festgelegt: Weihnachten und Fastnacht.

Oft ist unser gegenseitiges Verhalten bei einer Begegnung von Sympathie oder Antipathie bestimmt und dabei zugleich aufschlussreich. Dabei verraten die Gesichtszüge unsere augenblickliche Verfassung. Wir begegnen einander, oft versteckt hinter einer Maske oder mit offenen Augen: Freude, Spott, Trauer, Zorn, Nervosität, Stolz, Triumpf, strahlend vor Glück. Oder soll eine starre Geste das Innerste verdecken? Selbst den Politikern soll dies beim Interview schwerlich gelingen.

Aber warum sollen wir unsere Sinnesorgane, Augen, Ohren, Tastsinn und Geruchsorgan verkommen lassen? Diese Qualitäten helfen uns doch, die bunte Umwelt zu durchschauen und zu erfassen. Dabei nehmen wir vieles wahr. „Es klingt wie …, es riecht wie…, sieht aus wie … Und meist gewichten wir dieses oder jenes Wort, dieses oder jenes Ereignis. Dabei meine ich, auch Banales ist beachtenswert – oder aufbewahrenswert, oder auch wert es zu vergessen, sei es aus der Märchenwelt, aus einer Festtagsgesellschaft, in der Stille einer Kirche oder aus den Klängen eines Konzerts zu erfahren. So erobern wir unsere Umwelt.

Auch diese Zeichnungen hatten ihre Fundstelle im alltäglichen Leben. Zunächst banal, kaum zu sehen, dann nur mehr oder weniger beachtenswert. Nicht konkurrierend mit einer Goldgrube. Nur wert, innerhalb von zwei oder drei Stunden an die Öffentlichkeit geholt zu werden. Ob dann weiterhin beachtens- oder gar schätzenswert, wird sich zeigen.

Der belgische Künstler René Magritte, ein großartiger Vertreter des Surrealismus. Sein Grundsatz: „La trahison des images“ („Die Täuschung (oder Betrug) der Bilder“): z.B. Bekannt durch „Ceci n`est pas une pipe“ („Das ist keine Pfeife“).
Von ihm wird erzählt: Er habe dann und wann Menschen seiner Umgebung aufgefordert, seinem Bild Titel zu geben.
Hier, in dieser Ausstellung, sind Bilder namen- und titellos. Sollte Ihnen beim Betrachten dem einen oder anderen Bild ein Titel oder Namen einfallen, es würde mich freuen, wenn Sie es mir auf diesem Blatt mitteilen würden.