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rainer selg

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"Metamorphosen"

Alles mit, im, auf und vor dem Kopf.

Rainer Selg setzt sich - fast - immer in seinen Skulpturen
oder Zeichnungen mit der menschlichen Figur auseinander.
Ob als ganze Figur oder als Teil davon.
Sein gesamtes Schaffen hat so mit dem Leben
selbst zu tun. Die neue Serie der Kopf - Arbeiten zeigt
dies, bezieht sie sich doch auf das Leben mit seinen unvorhersehbaren Widrigkeiten.

Die Betonköpfe sind alle in der gleichen Form gegossen,
legen dabei die Spuren ihres Werdens deutlich offen.
Sie sind verbunden mit ihrem Umraum durch ihre enge
Beziehung zu Fundgegenständen. In diese Beziehungen
spiegeln sich die Auseinandersetzungen wider, denen der
Mensch ausgesetzt ist. Realistisch ist das: fremdartig disparat, witzig. Wie das Leben. Nicht die Kopf-Form-Idee, sondern eher Assoziations-Ideen stehen im Vordergrund dieser Werkreihe. Der Bezug zwischen Dingen, dem Material und den Köpfen schafft Räume zum Träumen, die zu eigenen Lebenssituationen und Erfahrungen führen. Kopflastig,
aber nicht unsinnlich wirken die Betonköpfe in unsere eigenen Köpfe hinein, auf der Suche nach existentiellen Aussagen.
Darauf kann, soll, muss man sich einlassen.

Rolf Nägele, März 2019





1945 
geboren in Hockenheim

1965 - 70
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
bei H. Klumbies und F. Klemm

1968 - 70
Studium Kunstgeschichte , TU Karlsruhe 

1971 - 2008
Kunsterzieher

 seit 2008
lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Waghäusel

 

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